Immobilienmakler Köln Bonn - KAMPMEYER Immobilien GmbH
HAUPTMENÜ
Allgemein

Bundesstadt auf Wachstumskurs

Lesedauer: 6 Minuten
01. Juli 2020 von

Bonn, 01. Juli 2020 – Anhaltendes Bevölkerungswachstum, verstärkte Bauaktivität, steigende Kaufpreise, stabile Mieten und die Wirtschaft im Corona-Schock. So könnte die Situation der Bundesstadt schlagzeilenartig skizziert werden. In 2020 bleiben die Wohnungsmärkte auf Kurs:

  • Kaufpreise für Bestandswohnungen steigen um 12,1 Prozent auf durchschnittlich 3.168 Euro.
  • Die Neubaupreise für Wohnungen ziehen mit 14,5 Prozent am stärksten an und erreichen 2020 einen Durchschnitt von 5.153 Euro.
  • Im Bestand steigt die Durchschnittsmiete um 3,7 Prozent auf 10,37 Euro.
  • Die Neubaumiete legt 2020 um 8,7 Prozent zu und springt über die 14-Euro-Marke.
  • Im Bestand fällt die Rendite von 4,2 Prozent im Vorjahr auf 3,9 Prozent.
  • Die Neubaurendite sinkt 2020 um etwa 0,2 Prozentpunkte auf 3,28 Prozent.

Die Bonner Wohnungspreise steigen in allen Segmenten und in fast allen Wohnlagen. Obwohl ihr wirtschaftlicher Ertrag sinkt, steigt das Kaufinteresse der Kapitalanleger mindestens so stark wie das der Eigennutzer.

Bonner Boom

Die Region Bonn bleibt auch in Zukunft eine der vielversprechendsten und stabilsten Wachstumsregionen Europas. Der neue Bonner Marktbericht beleuchtet die Entwicklung der Bonner Wohnlagen und Wohnungsmärkte auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise. Wie sich die Bauaufsichtsbehörde und die Bebauungsplanung auf die Folgen der Pandemie einstellt, erläutert Stadtbaurat Helmut Wiesner im Interview mit Roland Kampmeyer, Geschäftsführer von KAMPMEYER Immobilien. Im Verlauf des Gesprächs geht Wiesner auch auf die Bonner Flächenentwicklung, neue Mobilitätskonzepte und die Zukunft des Bundesviertels ein. Die dynamische Wohnlagenkarte und die nach der Art der Wohnimmobilien differenzierten Preiskarten zeigen genau wie die Bevölkerungsprognose auch in und nach den schwierigen Zeiten einen eindeutigen Trend nach oben. IT.NRW prognostiziert in der „Perspektive 2040“ in 20 Jahren einen Zuwachs von 35.000 auf 365.000 Einwohner/innen. Die Herausforderungen für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Stadt betreffen insbesondere klimagerechtes Bauen, Mobilität und ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Wohnen und Arbeit.

Die Prognosen deuten auf eine wachsende Dynamik hin, die Bonner Wohnimmobilien auch bei anhaltend fallenden Renditen für Eigennutzer/innen und Kapitalanleger/innen attraktiv macht. Der ab sofort kostenlos verfügbare Marktbericht untersucht alle 52 Bonner Stadtteile in den vier Bonner Bezirken Bonn, Beuel, Bad Godesberg und Hardtberg.

Preisgefüge

Der durchschnittliche Bestandspreis für Bonner Eigentumswohnungen ist in den vergangenen 12 Monaten auf 3.100 Euro gestiegen und steigt bis Ende des Jahres um insgesamt gut 12 Prozent auf durchschnittlich 3.168 Euro.

Der Durchschnittspreis für Neubauwohnungen ist auf 4.700 Euro gestiegen und erreicht 2020 mit einem Anstieg von 14,5 Prozent einen Durchschnitt von 5.153 Euro.

Im Bestand ziehen die Mieten mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 10,25 Euro weniger stark an als die Kaufpreise. Bis Ende des Jahres wird die Durchschnittsmiete durch einen auf das Kalenderjahr bezogenen Anstieg von 3,7 Prozent 10,37 Euro betragen.

Die Durchschnittsmiete beträgt im Neubau 12,95 Euro. Sie legt 2020 um 8,7 Prozent zu und erreicht gut 14,00 Euro.

Bei Einfamilienhäusern war der Anstieg des Bestandspreises höher als der des Neubaupreises. Der Bestandpreis steigt 2020 um 10,8 Prozent auf 3.582 Euro und der Neubaupreis um 4,2 Prozent auf 4.159 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Der schon seit Jahren vorherrschende, angebots- und stadtbezirksübergreifende Preisanstieg ist vor allem auf das anhaltende Bonner Bevölkerungswachstum zurückzuführen.

Eigentumswohnungen im Bestand

Die Spanne zwischen den Durchschnittspreisen der Bonner Ortsteile beträgt 1.900 Euro und reicht von 1.900 Euro in Tannenbusch im Bezirk Bonn und Medinghoven im Bezirk Hardtberg bis 3.800 Euro im Bonner Ortsteil Poppelsdorf. Die Entwicklungen der durchschnittlichen Kaufpreise variieren von einem Rückgang um 6,3 Prozent in Medinghoven bis zu einem Anstieg um 9,6 Prozent in Beuel-Ost. Eine einheitliche Aussage zur Kaufpreisentwicklung, die sich auf einen ortsteilübergreifenden Teil des Stadtgebiets bezieht, ist nicht möglich.

Eigentumswohnungen im Neubau

Die Entwicklungen der Neubaupreise variieren von einem Rückgang um 3,3 Prozent im Bonner Ortsteil Graurheindorf bis zu einem deutlichen Anstieg um fast 10 Prozent in Beuel-Ost. Die Spanne zwischen den Neubaupreisen beträgt 1.700 Euro und reicht von 3.200 Euro im Bad Godesberger Ortsteil Heiderhof und im Hardtberger Ortsteil Brüser Berg bis 4.900 in den drei Ortsteilen Zentrum, Gronau und Poppelsdorf im Bezirk Bonn.

Mietwohnungen Bestand und Neubau

Die Spanne zwischen den durchschnittlichen Bestandsmieten der Bonner Ortsteile beträgt 3,35 Euro und reicht von 8,10 Euro im Hardtberger Ortsteil Medinghoven bis 11,45 Euro im Bonner Ortsteil Südstadt. Die Entwicklungen variieren von einem Rückgang von 8 Prozent in Medinghoven bis zu einem Anstieg um 5,7 Prozent im Bonner Ortsteil Dottendorf.

Der Neubau von Mietwohnungen kann auf direktem Weg zur Entspannung der Bonner Mietwohnungsmärkte führen und ist deshalb das wichtigste Instrument für die zukunftsfähige Entwicklung des Bonner Wohnungsangebots. Vor dem Hintergrund des knappen Neubauangebots und hoher Baukosten verhält sich die durchschnittliche Neubaumiete moderat. Im Bezirk Bonn ist sie mit 8,5 Prozent allerdings stark gestiegen.

Einfamilienhäuser Bestand und Neubau

Bei einem Durchschnittspreis von 3.260 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und einer Durchschnittsgröße von etwa 140 Quadratmeter ergibt sich für Bestandshäuser im Bonner Stadtgebiet ein durchschnittlicher Kaufpreis von über 450.000 Euro. Die Spanne zwischen den Kaufpreisen für Bestandshäuser in den Bonner Ortsteilen beträgt 1.440 Euro und reicht von 2.500 Euro im Hardtberger Ortsteil Medinghoven bis 3.940 Euro im Bonner Ortsteil Venusberg. Auf die Wohnfläche bezogen beträgt der Preisunterschied zwischen Bestands- und Neubauhäusern 28,8 Prozent. Der absolute Durchschnittspreis für Neubauhäuser beträgt 690.000 Euro bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von ungefähr 165 Quadratmetern.

Prognosen und Renditen

Bei einer nach aktueller Marktsituation wahrscheinlich gleichbleibenden Entwicklung ergibt sich für 2020 ein Anstieg der Kaufpreise für Neubauwohnungen auf 5.153 Euro. In den beiden folgenden Jahren sind demnach Preise von 5.901 Euro und 6.757 Euro zu erwarten.

Die Bestandsmieten steigen 2020 voraussichtlich um 37 Cent beziehungsweise um 3,7 Prozent auf 10,37. Wenn sich der Trend auf diesem Niveau fortsetzt, ist für 2021 ein Durchschnitt von 10,76 Euro und für 2022 ein Durchschnitt von 11,16 Euro zu erwarten.

Die Bestandsrendite wird in der Prognose von 3,9 Prozent in 2020 auf 3,6 Prozent in 2021 und auf 3,4 Prozent in 2022 sinken. Die Neubaurendite wird in der Folge von 3,3 Prozent in 2020 auf 3,1 Prozent in 2021 sinken und 2022 erstmals unter der 3-Prozent-Marke liegen.

Entwicklung der Bautätigkeit

In Bonn gibt es eine deutliche Entwicklung zu kleinen Wohnungen. Der Anteil von Wohnungen mit ein oder zwei Räumen hat mit 44,5 Prozent den höchsten Wert seit 2011 erreicht. Dreizimmerwohnungen haben einen Anteil von 23,7 Prozent. Der Anteil von Wohnungen mit drei bis vier Räumen hat seit 2011 stark abgenommen. Der Anteil von Wohnungen mit sechs und mehr Räumen ist unter 15 Prozent gesunken. 2019 lag die Neubauaktivität mit 1.424 Wohnungen auf relativ hohem Niveau.

Der Immobilienmarktbericht Bonn 2020 lässt sich unter  https://www.kampmeyer.com/marktbericht-bonn/ downloaden.

Anzeige
www.kampmeyer.com/marktbericht-bonn/
KAMPMEYER Immobilien GmbH Immobilienmakler, Immobilien Köln, Immobilien Bonn, Immobilien Düsseldorf hat 3,91 von 5 Sternen 1293 Bewertungen auf ProvenExpert.com

Kundenbewertung

(5.5 von 6 Sternen)


Objekt-Tracking PLUS