Kaufinteressenten entscheiden in wenigen Sekunden, ob ihnen Ihre Immobilie gefällt oder nicht. Dabei bildet das Exposé in der Regel den ersten Kontaktpunkt zwischen Ihrer Immobilie und potenziellen Käufern. Wer Zeit und Mühe in die Erstellung steckt, schafft die beste Grundlage für einen erfolgreichen Verkauf – und erzielt am Ende meist einen besseren Verkaufspreis.
Hier erfahren Sie, welche Informationen in das Exposé gehören und worauf Sie bei der Erstellung achten sollten.
Der Inhalt des Exposés
1. Die Überschrift
Wecken Sie Neugierde mit der Überschrift und beschreiben Sie die Vorzüge Ihrer Immobilie kurz und knapp: Eine sonnige Terrasse, eine lichtdurchflutete Wohnung oder eine zentrale Lage machen Ihre Immobilie zu etwas Besonderem? Dann nehmen Sie diese Vorzüge in der Überschrift auf – und heben Sie Ihre Immobilie so aus der Vielzahl an Angeboten ab.
Tipps für die Überschrift:
- Nennen Sie kurz und knapp die Vorzüge Ihrer Immobilie: Was unterscheidet Ihre Wohnung oder Ihr Haus von anderen Immobilien?
- Behalten Sie Ihre Zielgruppe im Blick: Familien ist zum Beispiel ein großzügiger Außenbereich wichtig, Kapitalanleger sind oft vor allem an einer modernen Ausstattung interessiert. Fokussieren Sie sich auf die Aspekte, die für Ihre Zielgruppe besonders interessant sind.
- Beschreiben Sie Ihre Immobilie mit den passenden Adjektiven: Ist sie zum Beispiel lichtdurchflutet, zentral gelegen oder besonders gehoben?
Beispiele für gelungene Exposé-Überschriften:
- Viel Platz in ländlicher Idylle
- Ihr Wohlfühlort im Kölner Süden
- Eine Perle im Quartier
2. Die Immobilienfotos
Professionelle Immobilienfotos sind das A und O für ein attraktives Exposé: Geben Sie Ihren Interessenten einen realistischen Einblick in Ihre Immobilie. Schaffen Sie eine behagliche Stimmung und sorgen Sie dafür, dass Ihre Immobilie auf den Bildern ansprechend aussieht.
Die Fotos von Ihrer Immobilie sollten sowohl den Innen- als auch Außenbereich zeigen. Die Räume sollten weder kahl noch zu persönlich eingerichtet sein. Dekorative Akzente sollten auf die Funktion der Räume hinweisen: Ein gedeckter Tisch im Esszimmer zum Beispiel gibt Ihren Interessenten einen wichtigen Anhaltspunkt.
Tipps für aussagekräftige Immobilienfotos:
- Nehmen Sie die Fotos bei Tageslicht auf – idealerweise auch in der Morgen- und Abendsonne. So schaffen Sie eine stimmungsvolle Lichtsituation und besonders behagliche Atmosphäre.
- Fotografieren Sie in gehockter Haltung. Die Zimmertür eignet sich als Betrachter-Standpunkt.
- Sorgen Sie für Ordnung, räumen Sie Störfaktoren aus dem Weg. Auch der Außenbereich sollte aufgeräumt sein.
In unserem Beitrag „Immobilienfotografie: Tipps für hochwertige Immobilienfotos“ erfahren Sie alles rund um die erfolgreiche Immobilienfotografie. Unsere Immobilienfotografin Dorit Werheid gibt Ihnen wertvolle Tipps und hilfreiche Einblicke in die Erstellung aussagekräftiger Fotos.
3. Die Beschreibung der Immobilie
Geben Sie potenziellen Interessenten einen kurzen Überblick über die Immobilie, bevor Sie das Objekt detailliert beschreiben. Bereiten Sie folgende Informationen übersichtlich auf:
- Baujahr
- Wohnfläche
- Wohneinheiten
- Anzahl der Zimmer (Wie viele Schlafzimmer und wie viele Badezimmer gibt es?)
- Anzahl der Stellplätze
Beschreiben Sie Ihre Immobilie möglichst genau. Gehen Sie im Fließtext auf folgende Fragen ein:
- Wie viele Zimmer gibt es und wie ist die Immobilie aufgeteilt?
- Gibt es einen Keller und/oder Stellplatz/Garage?
- Für wen eignet sich die Immobilie?
Listen Sie zusätzlich die wichtigsten Daten der Immobilie auf. Dazu zählen:
- Objektart: Wohnung oder Haus?
- Adresse
- Wohnfläche, Nutzfläche und Grundstücksfläche
- Baujahr
- Objektzustand
- Status: vermietet oder leer stehend
- Zimmeranzahl
- Balkon oder Terrasse
- Stellplatz
- Energiedaten: Energieeffizienzklasse, Heizungsart, Befeuerungsart
Listen Sie die Ausstattung der Immobilie in Stichpunkten auf. Nehmen Sie alle relevanten Aspekte auf, um die Immobilie vollständig zu beschreiben. Das können zum Beispiel folgende Aspekte sein:
- Keller
- Balkon oder Terrasse
- Einbauküche
- besonderer Bodenbelag
- besondere Ausstattung wie Pool oder Kamin
- …
Beschreiben Sie die Umgebung und erzählen Sie etwas vom Leben vor Ort. Stellen Sie dabei die wesentlichen Vorteile heraus. Denken Sie immer an Ihre Zielgruppe: Was ist ihnen besonders wichtig?
- Gibt es Ärzte, Kindergärten und Schulen in der Nähe?
- Wie weit ist der nächste Bahnhof entfernt? Wie weit ist es bis zur nächsten Autobahnauffahrt?
- Wo liegen Einkaufsmöglichkeiten?
- Gibt es Parks, Seen oder andere Naherholungsgebiete in der Nähe?
4. Der Kaufpreis
Der Kaufpreis ist ein wesentlicher Bestandteil beim Immobilienverkauf. Platzieren Sie ihn daher leicht auffindbar im Exposé.
5. Ihre Kontaktdaten
Denken Sie auch daran, Ihre Kontaktdaten am Ende des Exposés leicht auffindbar zu platzieren. Denn Interessenten sollten schnell und einfach einen Termin zur Besichtigung vereinbaren können. Idealerweise geben Sie sowohl eine E-Mail-Adresse als auch eine Telefonnummer an. Sollten Sie nur zu bestimmten Zeiten erreichbar sein, geben Sie auch diese an.
Häufige Fehler bei der Erstellung des Exposés
- Unprofessionelle Immobilienfotos: Bilder sagen mehr als 1000 Worte – auch beim Immobilienexposé. Investieren Sie daher lieber etwas mehr Zeit und Mühe in die Erstellung hochwertiger Fotos. Idealerweise ziehen Sie professionelle Hilfe hinzu.
- Unvollständige Angaben: Das Exposé sollte potenziellen Käufern im Vorfeld die wichtigsten Fragen beantworten. Bleiben zentrale Fragen offen, weil die Angaben unvollständig sind, kann das potenzielle Käufer abschrecken.
- Die Zielgruppe nicht im Blick: Wenn es darum geht, ein Exposé zu erstellen, sollten Sie Ihre Zielgruppe jederzeit im Blick behalten. Überlegen Sie, was potenziellen Käufern wichtig ist und stellen Sie zentrale Aspekte besonders in den Vordergrund.
Häufig gestellte Fragen zum Exposé
Das Exposé ist wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Immobilienvermarktung. Es beschreibt die Immobilie, die verkauft (oder vermietet) werden soll, textlich und bildlich. Das Exposé ist das Aushängeschild Ihrer Immobilie. In der Vielzahl der Immobilienangebote gilt es, mit einem attraktiven Exposé Aufmerksamkeit auf Ihr Angebot zu lenken.
Mit einem professionellen Exposé legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Vermarktung Ihrer Immobilie – und das zahlt sich am Ende meist aus.
- Achten Sie bei der Beschreibung auf eine sinnvolle Struktur.
- Beschreiben Sie Ihre Immobilie ausführlich, halten Sie sich aber so kurz wie möglich.
- Fokussieren Sie sich auf wesentliche Aspekte.
- Seien Sie realistisch und nehmen Sie gegebenenfalls auch relevante Mängel auf.
- Formulieren Sie lieber kurze Sätze.
- Nutzen Sie Stichpunkte, um zum Beispiel die Ausstattungsmerkmale aufzuzählen.
Grundsätzlich bestehen keine Unterschiede zwischen dem Exposé für ein Haus und dem für eine Wohnung. Allerdings unterscheidet sich die Zielgruppe beim Wohnungs- und Hausverkauf häufig: Während eine Wohnung meist vor allem für Paare, Singles und Kapitalanleger interessant ist, zählen häufig vor allem Familien zur Zielgruppe beim Hausverkauf. Sie haben weitere Fragen? In unserem Ratgeber geben wir Ihnen wichtige Antworten rund um den privaten Immobilienverkauf. Von Nebenkosten und Steuern bis hin zu Tipps für die Preisverhandlung und Übergabe – unsere Experten helfen Ihnen bei einem sicheren Verkauf.