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Immobilienbewertung bei einer Schenkung

Lesedauer: 5 Minuten
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12. März 2025
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Ein kleines Modellhaus steht auf einem Taschenrechner, daneben auf einer weißen Fläche ein Schlüsselbund, der Immobilien, Hauskauf oder Hypothekenberechnung symbolisiert.
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Schenken vs. vererben

Im Gegensatz zur Erbschaft wird eine Schenkung zu Lebzeiten gemacht und kann alle 10 Jahre wiederholt werden. Auch wenn das Haus oder die Wohnung bei einer Schenkung an die jeweilige Person übertragen wird, können Schenkende noch Einfluss auf die Immobilie nehmen und beispielsweise weiterhin in ihr wohnen.

Die Gründe für eine Schenkung sind vielfältig

Viele Eigentümer überschreiben ihre Immobilie noch zu Lebzeiten, um die Steuerlast (im späteren Erbfall) zu senken oder zu vermeiden – oder um spätere Auseinandersetzungen im Erbfall zu verhindern.

Nur wenn der Freibetrag überschritten wird, fällt Schenkungssteuer an

Sowohl bei einer Erbschaft als auch bei einer Schenkung fallen Steuern an, wenn der Immobilienwert den Freibetrag überschreitet. Bei Erbschaften ist das die Erbschaftssteuer. Schenkungen unterliegen der Schenkungssteuer. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom Verkehrswert Ihrer Immobilie ab.

Die Höhe der Freibeträge variiert je nach Verwandtschaftsgrad.

  • Ehegatten und Lebenspartner: 500.000 Euro
  • Kinder, Stief- und Adoptivkinder (sowie Enkelkinder, wenn die Kinder des Erblassers verstorben sind): 400.000 Euro
  • Enkelkinder: 200.000 Euro
  • Eltern und Großeltern: 100.000 Euro
  • Stiefeltern: 20.000 Euro
  • Geschwister und Kinder der Geschwister: 20.000 Euro
  • Andere Erben: 20.000 Euro

Ist der Wert Ihrer Immobilie niedriger als der persönliche Freibetrag der beschenkten Person, fällt keine Schenkungssteuer an.

Das Finanzamt ermittelt den Wert

Im Gegensatz zum Verkauf erfolgt die Überlassung des Eigentums bei einer Schenkung ohne Zahlung eines Kaufpreises. Für die Höhe der Schenkungssteuer muss eine Immobilie aber trotzdem bewertet werden.

Genau wie bei einer Erbschaft ermittelt das Finanzamt auch bei einer Schenkung den Wert der Immobilie anhand des Verkehrswerts – und schätzt ihn damit in vielen Fällen höher ein, als er in der Realität ist. Vor allem bei Immobilien mit hohem Sanierungs- und Renovierungsbedarf kommt es oft zu Wertüberschätzungen. Die Bewertung basiert nämlich auf einfachen Standardverfahren, bei denen Besonderheiten einer Immobilie keine Rolle spielen.

Ein Makler ermittelt den Wert

Als regionaler Makler kommt es vor allem darauf an, einen realistischen, also marktgerechten Preis für eine Immobilie zu ermitteln. Die Wertermittlung basiert deshalb nicht auf einfachen Verfahren, sondern berücksichtigt alle wertbeeinflussenden Faktoren. Das sind vor allem:

Fragen und Antworten zur Immobilienbewertung bei einer Schenkung

Bitte beachten Sie, dass unsere Veröffentlichungen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen können. Für Klärung Ihrer rechtlichen bzw. finanziellen Angelegenheiten bitten wir Sie, entsprechende Experten wie Rechtsanwalt, Steuerberater oder Finanzberater hinzuzuziehen. Trotz großer Sorgfalt und gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden.