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Immobilienbetrug: Betrugsmaschen bei Immobilien

Lesedauer: 6 Minuten
12. Januar 2024

Gerade in Großstädten, in denen der Immobilienmarkt angespannt ist, nutzen Betrügerinnen und Betrüger die Not von Wohnungssuchenden aus. Wer vorsichtig ist und genau hinsieht, kann sich allerdings wirksam schützen.

Welche Betrugsmaschen es heute gibt und wie Sie Fake-Wohnungen und -Häuser erkennen, lesen Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze: der wirksamste Schutz gegen Immobilienbetrug

  • Überweisen Sie niemals im Vorfeld Geld. Gängige Maschen sind Zahlungen als Kaution für den Schlüssel, für exklusive Miet- oder Kaufangebote oder einfach nur dafür, dass Sie überhaupt in die engere Auswahl kommen. Manche Betrüger verlangen auch eine Vorkaution für die Immobilie. Klar ist jedoch: Kein seriöser Verkäufer oder Vermieter würde im Vorfeld Geld von Ihnen verlangen.
  • Geben Sie nie Ihre Kontodaten weiter und versenden Sie auch keine Kopie Ihres Personalausweises. Manche Betrüger wollen so an Ihre persönlichen Daten gelangen, um sie für eigene Geschäfte zu nutzen.
  • Lesen Sie die Anzeige aufmerksam und seien Sie skeptisch, wenn die Bilder unrealistisch sind, sich Bilder und Text widersprechen, die Angaben im Inserat unvollständig sind, die E-Mail unseriös klingt oder die Miete extrem günstig ist.

Wie erkenne ich Fake-Inserate?

Es gibt eine Reihe an Indizien für eine Betrugsmasche – manche von ihnen sind offensichtlich, manche erst bei genauerem Hinsehen erkennbar.

 

1. Der angebliche Eigentümer kann die Besichtigung nicht persönlich durchführen

Natürlich ist es möglich, dass der Eigentümer die Vermietung oder den Verkauf über einen Immobilienmakler oder eine Hausverwaltung abwickeln lässt. Sollte der angebliche Eigentümer Ihnen allerdings vorschlagen, dass Sie die Besichtigung allein durchführen und den Schlüssel per Post oder auf anderem Wege erhalten, sollten Sie bereits erste Zweifel haben.

Bei dieser Betrugsmasche geben die Täter oft an, dass Sie sich gerade im Ausland befinden oder aus anderen – im ersten Moment nachvollziehbaren – Gründen die Besichtigung nicht persönlich durchführen können.

Nach der Besichtigung und Vertragsunterzeichnung werden Sie dann oft aufgefordert, die Kaution, den möglicherweise fälligen Abschlag sowie die erste Miete zu überweisen. Danach hören Sie nichts mehr vom angeblichen Eigentümer.

Kontaktlose Besichtigung – neue Betrugsmasche in Köln

In Köln kam es zuletzt zu einer ganzen Reihe an Immobilienbetrug. Dabei war die Masche so gut verpackt, dass auf den ersten Blick alles seriös wirkte – eine schöne Wohnung, ein fairer Preis und eine echte Besichtigung, die seit der Corona-Pandemie allerdings nur noch kontaktlos durchgeführt wird. Den Schlüssel konnten die Opfer einfach einer Box mit Zahlenschloss entnehmen. Auch die Kommunikation danach erschien plausibel. Erst bei der geplanten Übergabe kam der Betrug ans Licht: In der Wohnung wohnen bereits Leute. Die Polizei vermutet, dass die Betrüger die Wohnung selbst angemietet haben – wahrscheinlich als Untermieter für einen gewissen Zeitraum.

Bis Dezember sind bereits 40 Anzeigen bei der Polizei in Köln eingegangen. Alle Opfer beschreiben die gleiche Masche. Dass es sich um dieselben Täter handelt, ist wahrscheinlich, aber noch nicht sicher.

2. Sie sollen in Vorkasse gehen

Zum Beispiel um den Schlüssel für die Besichtigung oder ein Vorrecht auf die Wohnung zu erhalten. Wann immer Sie ein solches Angebot bekommen: Senden Sie niemals im Vorfeld Geld an Unbekannte. Auch wenn Sie Geld an ausländische Banken oder Geldtransferinstitute überweisen sollen, handelt es sich recht sicher um eine Betrugsmasche.

Übrigens: Auch ein seriöser Makler würde niemals im Vorfeld Geld von Ihnen verlangen. Lassen Sie sich also auch nicht unter Druck setzen, wenn sich der Betrüger als Makler ausgibt.

3. Sie sollen eine Vorkaution zahlen

Viele Fake-Eigentümer verlangen vor Abschluss des Mietvertrags eine Kaution – manchmal nach echter Besichtigung, manchmal ohne. Grundsätzlich gilt: Eine Mietkaution ist immer erst nach Abschluss eines Mietvertrags fällig. Der Vertrag regelt schließlich auch die Kaution sowie den Zeitpunkt, an dem Sie sie zahlen müssen.

4. Sie sollen die Wohnungsbesichtigung bezahlen

Manche Betrüger verlangen Geld dafür, dass Sie sie überhaupt in die engere Auswahl nehmen. Auch wenn Sie gerade in Wohnungsnot sind: Zahlen Sie niemals eine Rechnung für eine Wohnungsbesichtigung.

5. Sie sollen persönliche Daten preisgeben

Sie werden dazu aufgefordert, eine Kopie Ihres Personalausweises zu verschicken

Mit der einer solchen Kopie wollen Betrüger illegale Geschäfte betreiben. Versenden Sie daher niemals eine Kopie per E-Mail an einen vermeintlichen Eigentümer.

Sie werden dazu aufgefordert, Ihre Kontodaten zu senden

Viele Betrüger haben das Ziel, persönlichen Daten von Dritten abzugreifen. Geben Sie niemals Ihre Kontonummer, Ihre Geheimzahl, TANs oder andere Kontodaten per Telefon oder E-Mail weiter.

6. Sie erhalten eine E-Mail von einem vermeintlichen Immobilienportal

Auch sogenannte „Pishing-Mails“ sind eine gängige Betrugsmasche: Die Betrüger geben sich als Immobilienportal aus und versenden eine E-Mail, um an Ihre Daten zu kommen. In der Mail fordern sie Sie dazu auf, sich über den mitgeschickten Link im Portal einzuloggen oder einen Anhang zu öffnen. Manchmal geben sie als Vorwand an, dass Sie Ihre Daten aktualisieren müssen oder eine Rechnung nur über einen bestimmten Link aufrufen können.

Öffnen Sie keine Dateien von unbekannten E-Mail-Adressen, vor allem nicht, wenn die Datei auf .exe endet. Solche Dateien können eine schädliche Software oder Trojaner enthalten. Loggen Sie sich auch nicht über mitgeschickte Links in Immobilienportalen ein, denn so können Betrüger Ihre Daten abgreifen.

7. Sie sollen für exklusive Angebote Geld bezahlen

Die Masche läuft meist gleich ab: Sie erhalten eine Absage auf eine Immobilienbewerbung, haben aber dann die Chance auf eine exklusive Liste, mit Objekten, die noch nicht veröffentlicht sind – nur ist dafür eine Gebühr fällig. Solche Listen existieren entweder gar nicht oder enthalten ausschließlich Objekte, die öffentlich zugänglich sind.

8. Die Bilder sind unrealistisch

Natürlich gibt es auch Immobilienanzeigen, bei denen die Eigentümer auf professionelle Fotografen setzen – gerade beim Verkauf lohnt es sich schließlich in hochwertige Immobilienfotos zu investieren. Sehen die Fotos allerdings aus wie aus dem Katalog und wirken eher wie eine Kopie aus dem Internet, sollten Sie aufmerksam sein.

Kleiner Tipp: Laden Sie das Bild in die umgekehrte Google-Bildersuche. Dann sehen Sie, ob die Bilder bereits auf anderen Seiten verwendet werden.

9. Bilder und Text passen nicht zusammen oder sind eine Kopie

Die Angabe der Größe passt nicht zu den Fotos im Inserat? Das Wohnzimmer, von dem in der Anzeige gesprochen wird, ist auf den Bildern gar nicht zu sehen? Erkennen Sie Widersprüche zwischen den Bildern und dem Text in der Anzeige, kann das ebenfalls ein Zeichen für Immobilienbetrug sein. Auch die Google Street View kann helfen. Hier können Sie zum Beispiel sehen, ob es sich um ein Einfamilienhaus handelt oder die Immobilie mit Balkonen ausgestattet ist.

Manche Betrüger kopieren auch einfach bestehende Anzeigentexte. Um das zu überprüfen, kopieren Sie den Text und geben ihn in der Google-Suche ein. Sollte er bereits in einer anderen Anzeige verwendet werden, taucht sie in den Suchergebnissen auf. Manchmal sind es auch nur einzelne Textpassagen oder Überschriften. Prüfen Sie auch das bei einem Verdacht auf Betrug.

10. Die Angaben im Inserat sind unvollständig

Es ist nur die Warmmiete angegeben? Es fehlt ein Ansprechpartner? Die Anzeige ist „von privat“? Auch dann sollten Sie skeptisch werden und den Immobilienanbieter genauer überprüfen.

Tipp: Ist eine Telefonnummer im Inserat angegeben, versuchen Sie den Eigentümer zu erreichen. Laufen alle Versuche in Leere, ist das ein Indiz für eine Fake-Anzeige.

11. Die E-Mail-Adresse ist unseriös

Seien Sie auch bei unseriösen E-Mail-Adressen vorsichtig – zum Beispiel kontakt@günstiges-traumhaus-zum-kauf.de. Denn solche unseriösen Adressen sind oft Teil von Betrugsmaschen.

12. Die Miete ist extrem günstig

Der Preis ist zu gut, um wahr zu sein? Dann sehen Sie genau hin. Sollte der Miet- oder Kaufpreis für die Immobilie deutlich unter dem ortsüblichen Niveau liegen, ist es wahrscheinlich, dass es sich um ein Fake-Inserat handelt.

Auch wenn Ihnen eine einmalige Chance suggeriert wird, sollten Sie skeptisch sein. Betrüger geben manchmal an, dass sie die Immobilie schnell verkaufen müssen und deshalb zu einem günstigen Preis anbieten.

13. Die Kommunikation ist auf Englisch oder voller Grammatik- und Rechtschreibfehler

Viele Betrüger handeln aus dem Ausland – und kommunizieren deshalb meist auf Englisch oder mithilfe von Übersetzungsprogrammen. Sollten Sie während der Kommunikation das Gefühl haben, dass der Text mithilfe eines solchen Programms geschrieben wurde, ist es möglich, dass es sich um ein Fake-Inserat handelt.

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Wie gehe vor, wenn ich Opfer eines Immobilienbetrugs geworden bin?

Erstatten Sie Strafanzeige

Sammeln Sie dazu am besten alle Unterlagen, die mit dem Kauf oder der Miete zusammenhängen – auch Überweisungsnachweise oder Ähnliches. Melden Sie den Vorfall dann bei der Polizei.

Versuchen Sie Ihre Zahlung rückgängig zu machen

Falls Sie in Vorkasse gegangen sind: Kontaktieren Sie Ihre Bank und versuchen Sie, Ihre Zahlung rückgängig zu machen. Leider haben Sie bei einer Überweisung keinen Anspruch darauf, sodass Sie das überwiesene Geld wahrscheinlich verlieren. Es besteht eine kleine Chance, dass die Strafverfolgungsbehörden das Konto einfrieren, auf das Sie das Geld überwiesen haben – allerdings betrifft das nur einen geringen Prozentsatz aller Betrugsmaschen.

Bei einem Lastschriftverfahren haben Sie die Möglichkeit, Ihr Geld wiederzubekommen. Die meisten Betrüger wollen das Geld allerdings schnell und ohne Rückholmöglichkeit, weshalb die Lastschrift nur sehr selten angeboten wird.

Melden Sie den Betrug beim Immobilienportal

Um andere zu schützen und dafür zu sorgen, dass das Inserat schnell verschwindet, sollten Sie auch das Portal, über das Sie die Immobilie gefunden haben, kontaktieren und auf den Betrug aufmerksam machen.

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