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20. Jubiläum Dreieck auf Reisen Möglichkeiten

In letzter Sekunde – Das Dreieck auf Reisen Teil 8

Lesedauer: 4 Minuten
28. Juli 2015 von

„A-AAA-Alfred?“, stammelte das Dreieck verwundert, „Ich verstehe nicht?“

„Gestatten: Alfred van Buren. Und du hättest lieber deine Ecken aus den Angelegenheiten anderer Menschen rauslassen sollen. Na los, vorwärts.“ Alfred van Buren deutete mit der Pistole in Richtung Halle und gab dem Dreieck mit seinen abgelaufenen Turnschuhen einen Stoß. „Alles Tarnung, mein Freund. Die Treter musste ich mir von meinem Alten ausleihen. Fünf Wochen hab ich vor dem Dom gehockt und beobachtet und dann kommt so ein blaues, beklopptes, tollpatschiges Dreieck und vermiest mir die Tour? Ganz bestimmt nicht.“

„Aber… aber Alfred, ich verstehe nicht?“

„Ach dumm auch noch? Du hättest mit meinem Alten nicht so viel Kaffee trinken sollen, dann würdest du es vielleicht verstehen“, erwiderte er und gab dem Dreieck einen unsanften Tritt. „Wenn du Van Buren bist, wer ist dann das da“, und das Dreieck zeigte auf den Mann, der jetzt wie ein Häufchen Elend versuchte, seine halbzerbrochene Ray Ban notdürftig auf der Nase zu halten. Er kauerte auf dem Boden neben der geknebelten Jana Ritter und wimmerte vor sich hin.

„Ach der, mit dem hatte ich ein, zwei Dates. Durch den bin ich erst auf die Idee mit dem Museum Ludwig und dem Bischofstab gekommen. Den ersten Plan, mit der modernen Kunst, hast du mir ja versaut, aber dann – auch noch den Bischofstab – nein, soweit kommt es noch. Durch Mr. Ray Ban hier habe ich den perfekten Käufer gefunden“, plauderte Alfred und schlug beiläufig dem Dicken mit dem Handrücken ins Gesicht. „Außer bei euch zwei Vollidioten, da haben mich alle guten Geister verlassen. Wie konnte ich euch nur engagieren. Es hätte mir schon stutzig vorkommen müssen, als Karl „Kalle“ Reimann hier eine Flug nach „Copacabana“ buchen wollte.“ Er schüttelte den Kopf. „Und du…“, er gab dem größeren von beiden Ganoven einen hieb in die Nieren, „…du bist mir auch so ein Kandidat. Wolltest wohl mehr rausholen und bist mir aufgelauert, was? Aber nicht mit Van Buren!“

„Du bist Van Buren?“, fragte das Dreieck resigniert.

Van Buren fuchtelte mit der Pistole hin und her: „Ich habe dich mit meinem Vater beim Kaffee trinken gesehen und weil ich mit Mr. Jammerlappen da drüben an dem Tag im Museum war, ist mit der Einfall gekommen mit dem Wesselmann. Du wärst mein „Mann“ von Innen gewesen, als Kunst getarnt… Hättest die ganze Arbeit machen können… Offensichtlich wirkt das Rohypnol bei Dreiecken anders“, Van Buren driftete kurz mit den Gedanken ab, „kurz vor dem Clouth-Gelände habe ich dich nach dem Kaffee aus den Augen verloren – das Zeug wirkte wohl zeitversetzt.“

„Sie haben mich unter Drogen gesetzt?“, fauchte das Dreieck.

„Reg dich nicht so auf. Du bist doch schon blau. An Karneval dachte ich, ich trau meinen Augen nicht als ich im Gürzenich saß und mich gerade an Prinzessin Leia zu schaffen machte. Da springst du einfach durch die Reihen. Aber auch da gingst du mir durch die Lappen… beziehungsweise…. Leia hatte bessere Argumente an diesem Abend. Ich sah meine Chance, als ich für den Dom-Deal wochenlang auf dem Vorplatz rumhängen musste. Da spaziertest du doch an mir vorbei und verschwindest im Römisch-Germanischen Museum. Manni kam gerade von seiner Schicht im Dom…“

„Manni!, unterbrach ihn das Dreieck, „Ich wusste, Dick und Doof da drüben mussten Hilfe gehabt haben im Dom. Der Stab wurde doch gestohlen!“

„Natürlich, du blauäugiges, blödes Dreieck. Was den sonst?! Manni hat sich darum gekümmert, dich ins Museum Ludwig einzuschleusen. Wir wollten mal sehen, ob es klappt. Eigentlich solltest du da die Nacht bleiben und dich nicht in den Dom-Deal einmischen!“ Van Buren fuchtelte immer nervöser mit der Waffe vor den Dreien herum und schien sich immer mehr in seine Erzählung hineinzusteigern. „Mein Alter sagte immer ‚Maach et joot, ävver nit zo off.’ Papa, das hat jetzt eine ganz neue Bedeutung, was?“ Van Buren kratzte sich mit dem Pistolenlauf am Kopf und schien mit sich selbst zu sprechen. „Ok man“, sagte der Dicke, „wir hauen dann mal ab…“ „Nichts da! Schön hiergeblieben.“ Alfred van Buren trat einen Schritt auf das Dreieck zu und stand mitten im Lichtkegel. Er kniff die Augen zusammen und versuchte mit seiner Hand, in der er immer noch die Koch hielt, sich vor den blendenden Sonnenstrahlen zu schützen. Das Dreieck witterte seine Chance, sprang auf Alfred zu und rammte seine Ecke in dessen Kniekehlen. Die beiden Ganoven währenddessen versuchten klammheimlich das Weite zu suchen. Ein Schuss löste sich und sauste durch die verdreckten Fensterscheiben. Im gleichen Moment stürmten fünf Polizeibeamte mit gezogenen Waffen die Halle. „Keine Bewegung, Van Buren. Waffe weg“, rief einer hinter heruntergezogenen Wollmaske. Die Beamten überwältigten Alfred Van Buren und führten ihn und die beiden Ganoven ab.

„Aber woher wussten Sie, dass wir hier sind?“, fragte das Dreieck ungläubig den Polizeibeamten, der sich die Maske gerade vom Kopf zog. „Sie kenn ich doch! Sie sind der Mann aus der U Bahn. Ich bin für Sie eingesprungen – als Gardist.“

„Ja. Das bin ich – und Einsatzleiter der Kripo Köln, Raubdezernat. Wir beobachten Van Buren schon länger.“ „Und woher wussten Sie dann, wo wir sind?“, fragte das Dreieck verwirrt.

„Ja, ich muss sagen… du bist ein blaues Dreieck. Und blaue Dreiecke fallen doch auf – auch in Köln. Auch an Karneval und auch nachts im Dom auf der Kopie der Videoüberwachung, die wir bei Van Buren zu Hause gefunden haben. Nachts sind alle Katzen grau, aber Dreiecke bleiben blau.“

Dreieck auf Reisen Teil 8

28.07.2015, (c) KAMPMEYER Immobilien GmbH / Csaba Peter Rakoczy

 

Wir zeigen 2015 Köln und andere spannende Orte in Deutschland aus ungewohnter Perspektive. Das blaue Dreieck, das “A” aus dem Logo von KAMPMEYER wird begleitet von unserer Autorin Anna-Katrin Keller.

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