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Menschen

Immobilienvermarktung in Zeiten der digitalen Revolution

Lesedauer: 3 Minuten
18. Dezember 2012 von

Ein Widerspruch von Roland Kampmeyer.

Lieber Ralf Robert Hundt, danke für Deinen Beitrag „Prinzip Neugier – aus dem Netz in die Leitung“ auf diesem Blog.  Ich könnte bei all dem Aufwand, den du in den letzten Monaten getrieben hast, um deine sensationelle, intergalaktische und außergewöhnliche Homepage zu entwickeln, rufen „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Telefonen werfen!“ – Tu ich aber nicht.

Das „Internet der Dinge“ ist da

Die Unterscheidung zwischen Point of Information, Contact und Sale gehört einer längst vergessenen physischen Welt an, die getrennt vom Internet existiert hat. Das Netz der Netze ist tot. Physische und virtuelle Welten werden heute eindrucksvoll miteinander verbunden. Es lebe das Netz der Dinge!

Wir können die Welt nur noch verstehen, wenn wir das Internet als zentralen Bestandteil des physischen Lebens begreifen. Das hat auch die wichtigste europäische Internet-Konferenz, die „leWeb“ in Paris, dieser Tage deutlich gemacht. Das Internet der Dinge ist in unser aller Leben angekommen!

Interessenten-Qualifizierung durch Information

Informationen, der Rohstoff des Makelns, haben durch diese Entwicklung eine andere Bedeutung erhalten. Im Internet werden vollständige Informationen in angemessener Form erwartet. Immobilie-Anbieter, also potenzielle Auftraggeber, werden durch lieblose und oder kurz gehaltene Immobilienangebote genauso abgeschreckt wie Interessenten. Niemand will seine Immobilie als unattraktives Angebot im Internet wiederfinden.

Hinzu kommt: Das Leben ist heute bunter als ein Patchwork-Teppich. Menschen sind ständig in Bewegung. Heute sind sie Immobilien-Eigentümer, morgen Verkäufer und übermorgen Mieter. Niemand weiß mehr, wer welche Rolle einnimmt und vor allem nicht wann. Und außerdem: Alle haben jederzeit die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren, bevor sie ihre jeweilige Absicht äußern.

Wer sich für eine bestimmte Immobilie interessiert, besichtigt sie in einem geschützten Bereich innerhalb der virtuellen Welt als qualifizierter Interessent. Das ist bei mir jetzt Standard. Funktioniert perfekt und Interessenten zeigen sich für exklusive Informationen in höchster Qualität dankbar. Weil bei der physischen Besichtigung jede Seite bereits weiß, worum es geht, entwickelt sich die Begehung zum angenehmen Gespräch auf hohem Niveau.

Kommunikation: viele Menschen, unterschiedliche Kanäle

Kommunizieren. Jeder tut es, fragt sich nur wie. In Deutschland greifen in diesem Jahr bereits 58 Prozent der Nutzer mobil auf das Internet zu. Sich einen einzigen Kommunikationskanal zu wünschen, um mit potenziellen Kunden zu kommunizieren, ist bei der heutigen Entwicklung keinem Makler mehr möglich. Stattdessen geht es darum, dem eigenen Anspruch auf jedem Kommunikationskanal gerecht zu werden oder ihn zu übertreffen. Der Live-Chat auf der Makler-Homepage ist für mich genauso ein Kommunikationsangebot wie das Telefon, das persönliche Gespräch oder die Textnachricht, auf die derjenige, der viel Zeit in Besprechungen verbringt und kaum eine freie Minute zum Telefonieren hat, zwingend angewiesen ist.

Internet und Immobilienvermarktung — eine Bereicherung

Das Internet der Dinge bereichert die Immobilienvermarktung in vielen Facetten:

  • um interaktive Räume, in denen Interessenten eine Immobilie besichtigen, ohne sie physisch zu betreten,
  • um Nachbarschafts- und Wohnwertanalysen per Mausklick,
  • um Verdichtung individueller Informationen mit Anfragedaten zum höchstpersönlichen Suchprofil.

Zusätzlich zu meinen physischen Bewegungsdaten ist durch fitbit.com virtuell bekannt, wie viele Treppen ich täglich steige. Diese Information führt zur Einordnung meiner persönlichen Ansprüche an Wohnkomfort und qualifizieren mich als potenziellen Interessenten für eine Dachgeschosswohnung im Altbau ohne Aufzug. Oder eben auch nicht.

Makler, die sich nicht an die neue Kommunikation der Dinge anpassen, verlieren den Anschluss und werden weltfremd.

Die neue Kommunikation der Dinge

Fitbit oder Nike Fuel zeichnen schon heute mein persönliches Bewegungsprofil auf. Bald wird es vielleicht mit meiner virtuellen Immobilienanfrage verbunden sein, obwohl ich noch gar nicht weiß, dass ich umziehen will. Das System sucht für mich, die passende Immobilie im richtigen Wohnumfeld, ohne dass ich selbst Zeit darauf verwende.

Wer das Hokuspokus nennt, sollte einen Blick auf mein Smartphone werfen. Seit einiger Zeit begleitet mich „Google now“ und informiert mich bei jedem Termin über Wetter-, Verkehrslage und Fahrtzeit. Nicht mehr lange und ich werde darüber informiert, ob sich mein Gesprächspartner zu diesem Termin verspätet.

Aktienkurse, Informations-, Kommunikationsverhalten, Bewegungsdaten, Jobsuche, Immobilienanfragen und Soziogramme sagen mehr über mich aus, als ich selbst weiß, und können uns allen helfen, mehr vom Leben zu haben. Physisch und virtuell im Internet der Dinge.

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